Wie nachhaltig sind Google & Co.?

Ja, eine Google-Suche verursacht tatsächlich CO2. Rund 200 Millionen Suchen werden weltweit täglich durchgeführt, eine Suche dauert durchschnittlich 0,2 Sekunden. Google selbst gibt an, pro Suche entstünden so 0,2 Gramm CO2. Schaut man sich online Videos oder Animationen an, steigt der CO2-Ausstoß um das Zehnfache und mehr an.

CO2 entsteht nicht nur durch den Stromverbrauch aus nicht-nachhaltigen Quellen, sondern auch durch Herstellung oder Transport bzw. Logistik. 2007 gab das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz an, die IKT-Branche sei weltweit für 2% aller CO2-Emissionen verantwortlich und damit gleichauf mit dem Ausstoß des globalen Flugverkehrs. Für Deutschland bedeutete das ca. 23 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Das entspricht über 7,5 Millionen Flüge von Frankfurt nach New York City.

Google: Eventplaner für Klimaskeptiker?

Aber auch sonst ist Google kein Klub von Umweltschützern: Nicht selten unterstützen sie klimaskeptische Organisationen, beispielsweise das Competitive Enterprise Institute, ein Thinktank aus den USA, oder auch klimaskeptische Einzelpersonen: Für den republikanischen Senator Jim Inhofe, der für Schulgebete aber gegen Homosexuelle im Militär ist (sein Wahlkampfslogan 1994 lautete “God, Guns and Gays”), der die menschengemachte globale Erderwärmung für “die größte Falschmeldung, mit der das amerikanische Volk jemals hinters Licht geführt werden sollte” und die meisten Vorhersagen über das Ozonloch für eine Erfindung hält, hat die US-Firma bereits eine stark kritisierte Fundraising-Veranstaltung veranstaltet. Außerdem ist Google Mitglied im American Legislative Exchange Council, das sich heftigst gegen den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzt – einsichtig sieht anders aus.

Unsere Tipps für nachhaltiges Handeln:

  • Google ist nach eigenen Angaben durch Kompensationsprogramme CO2-neutral (vgl. Google 2015). Alternativ gibt es Öko-Suchmaschinen, die CO2-Ausgleichen oder einen Teil der Einnahmen an NGOs spenden.
  • Für die eigene Website: Mittlerweile gibt es sogar CO2-neutrale Hosts oder Provider, die sich rasch durch eine Internetsuche finden lassen, zum Beispiel Ecosia (siehe unten)

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Ecosia – eine umweltfreundliche Alternative

Ecosia ist eine CO2-neutrale Suchmaschine, die 80% des Einnahmeüberschusses aus der Werbung und einen Teil des Shopping-Gewinns an ein Regenwaldprojekt spendet. Das Ergebnis: Alle sieben Sekunden wird ein neuer Baum gepflanzt, bis jetzt etwa 7 448 517 (Stand 24. April 2017, 17:37). Die Suchen werden von anderen Suchmaschinen (Bing) gehostet, doch mit einem schnellen Klick über Ecosia oder einer schnellen Installation der Chrome-Erweiterung schützt man beim Surfen auch noch die Lunge der Welt, den Regenwald in Burkina Faso.

Wir meinen: Jeder kann etwas zu einem besseren Leben und einer gesünderen Umwelt beitragen und hier ist der Aufwand extrem gering; oft führt zwar kein Weg an Google & Co. vorbei, dennoch kann man mit ein paar Klicks mehr unserer Erde helfen, und das lohnt sich, wenn mehr und mehr Leute etwas dazu beitragen!

Unsere Quellen:

https://utopia.de/ratgeber/alternative-suchmaschinen-google/

https://www.ecosia.org/

https://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Inhofe

https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_an_Google_Inc.

http://nachhaltig-sein.info/natur/nachhaltig-online-internet-stromverbrauch-co2-google-suche-rohstoffe-ikt

https://c1.staticflickr.com/4/3519/3462607995_150a6b2624_b.jpg

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